Integrationspreis 2023
- fatmadiksu
- 10. Nov. 2023
- 2 Min. Lesezeit

Erstmals wurde der Integrationspreis in Rheda-Wiedenbrück verleihen. Die Jury mit ihrer Vorsitzenden Fatma Diksu hatte aufgefordert, Vorschläge einzureichen. Aus den vier eingereichten Vorschlägen wurde die Andreas-Wenneberschule für die Kategorie „Bürgerliches Engagement“ ausgezeichnet und die Gabriele Conert Systemgastronomie, Franchise-Nehmerin von drei McDonald Betriebsstätten, für die Kategorie „Betriebliches Engagement“.
Die Preisverleihung fand im Rahmen der Sitzung des Integrationsrates statt. Der Vorsitzende Michel Gwosdek lobte die Arbeit, die seit 2008 richtungsweisend und über das übliche Maß hinaus von allen Pädagogen, Kooperationspartnern und Eltern in der Andreas-Wenneberschule gelebt und gestaltet wird. Es werden Kinder aus 16 Nationen beschult. Konflikte würden friedlich gelöst und die Kinder mit Migrationshintergrund durch Projekte wie Schulchor, Coolness-Training, Offener Ganztag, Hausaufgabenhilfe durch Zeitschenker und vielen anderen Dingen integriert und an die Hand genommen. Sehr bemerkenswert sei die enge Zusammenarbeit zwischen Schule und OGGS, die Hand in Hand arbeiten. Der Preis wurde mit 1000 Euro dotiert.
Gabriele Conert hat in ihren drei McDonald Restaurants 138 Mitarbeiter aus 18 Nationalitäten beschäftigt. Die Herkunft der Mitarbeitenden beschreibe die Mischung der Menschen, die in Rheda-Wiedenbrück aus den unterschiedlichsten Gründen eine Heimat gefunden haben. Conert ist es wichtig, dass ihre Mitarbeitenden integriert werden, die deutsche Sprache lernen und die Regeln, die hier gelten. Viele Beschäftigte bleiben lange und haben einen Aufstieg zum Teamleiter, Bereichsleiter und Schichtführer, eine Ausbildung oder gar ein duales Studium geschafft. Ein Beispiel ist Ardian Gashi, der als 18-Jähriger aus dem Kosovo nach Rheda-Wiedenbrück als Geflüchteter kam und heute Bereichsleiter für alle drei Betriebsstätten ist.
Für die Unternehmerin mit Herz ist es wichtig, dass der Frieden nicht nur in ihrem Unternehmen gelebt und vorgelebt wird, sondern das überall Frieden herrscht. Das ist ihre persönliche Herzensangelegenheit und sie möchte aus vielen kleinen Friedensideen einen großen Frieden werden lassen. Und so reichte sie ihr Preisgeld in Höhe von 1000 Euro direkt an Marc Bollmann, Beratungslehrer der Andreas-Wenneberschule weiter, damit das Geld dort für wichtige Projekte mit den Kindern eingesetzt wird. „Gerade Kinder sollten früh lernen, was Frieden und ein gutes Miteinander für uns alle bedeutet“, begründete sie ihre spontane gute Tat. Alle waren sprachlos, aber auch sehr glücklich, dass der erste Integrationspreis gleich solche Emotionen mit sich brachte.
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